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Aktuelles

Veranstaltung am 28. Januar 2020
06.03.2020

Bild: Diskussion mit dem Niedersächsischen Minister für Umwelt und Bauen Olaf Lies; Foto Finn WinklerAm 28. Januar besuchten über 80 Studierende, Mitarbeitende und Besucher*innen aus Stadt und Umland die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Leibniz Universität Hannover. Eingeladen hat Professor Stephan Thomsen, Leiter des Instituts für Wirtschaftspolitik, Vertreter*innen aus Politik, Wohnungswirtschaft und Gewerkschaft, um mit ihnen die aktuelle Situation am Wohnungsmarkt zu erörtern.Welche Gründe es für die aktuelle Schieflage auf dem Wohnungsmarkt gibt, warum die Mieten weiter steigen und welche sozialen und wirtschaftlichen Folgen sich daraus ergeben können, diskutierte Professor Thomsen mit dem Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies, dem Vorsitzenden des DGB-Bezirks Niedersachsen, Dr. Mehrdad Payandeh, der Vorsitzenden des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Dr. Susanne Schmitt, und dem Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover, Eberhard Hoffmann.

Alle Referent*innen machten deutlich, dass unter anderem gesellschaftliche Veränderungen, wie die Tendenz zu mehr Singlehaushalten oder die berufs- und studienbedingten Wanderungsbewegungen in die Großstädte, entscheidend zu den hohen Mieten beitragen. Hinzu kommen die andauernde Niedrigzinspolitik und die dadurch verursachte Flucht in Immobilien als Wertanlagen. Auch Kostensteigerungen im Baugewerbe, lange Genehmigungsverfahren für neue Bauplätze und gestiegene Ansprüche an Wohnungen hinsichtlich Brandschutz und Klimaschutz lassen die Mietkosten weiter steigen. Die steigenden Preise werden dabei u.a. bereits zur Gefahr für die notwendige Arbeitnehmermobilität und für Einstellungen bei Unternehmen.

Im Anschluss an kurze Impulsvorträge der Referent*innen diskutierten Teilnehmer*innen und Gäste verschiedene Lösungsansätze für diese schwierige Situation, die Studierende, Geringverdienende und ältere Personen im Besonderen trifft. So wurden Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen ebenso thematisiert wie verschiedene Steuerungsmöglichkeiten durch finanzielle Anreize der Landesregierung. Kurzfristige Lösungen sind dabei nicht in Sicht, der Wohnungsmarkt wird noch für mehr als eine Dekade angespannt bleiben.

Weitere Informationen: HAZ 01.02.2020 "Politik hat beim sozialen Wohnungsbau total versagt" 

https://www.wiwi.uni-hannover.de/de/news-veranstaltungen/news/aktuelles-detailansicht/news/studierende-politik-und-wohnungswirtschaft-diskutieren-die-aktuelle-wohnungspolitik-1/

Diskussion mit dem Niedersächsischen Minister für Umwelt und Bauen Olaf Lies; Foto Finn Winkler
Veranstaltung 22. November 2019
06.03.2020

Bild: Der Vorstand der Wolfgang Schultze Stiftung gratuliert Professor Dr. Christoph M. Schmidt; Foto Leibniz Universität HannoverDie Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Leibniz Universität Hannover ehrte am 22. November 2019 eine herausragende Forscherpersönlichkeit und ihre Verdienste für die angewandte Wirtschaftsforschung. Professor Dr. Christoph M. Schmidt, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und Professor für Wirtschaftspolitik und angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum, ist der dritte Wissenschaftler, dem die Fakultät seit ihrer Gründung 1974 die Ehrendoktorwürde verleiht.Es hätte keinen besseren Platz für diese besondere Promotionsfeier geben können. Die Schönheit des Kreuzgewölbes und die goldfarbene Akustikwand verliehen dem Festsaal des erst im Mai 2019 eröffneten Begegnungs- und Kommunikationszentrums ‚Königlicher Pferdestall‘ eine besondere Anmut. Das 1888 errichtete historische Gebäude, das einst dem königlichen Ulanenregiment als Pferdestall diente, wurde an diesem Freitagnachmittag zu einem inspirierenden Ort gelebter Begegnung.
 
In ihren Reden würdigten Professor Dr. Jens Robert Schöndube, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Professor Dr. Volker Epping, Präsident der Leibniz Universität Hannover, und Professor Dr. Stephan L. Thomsen, Leiter des Instituts für Wirtschaftspolitik und Laudator, die Verdienste eines Ausnahmewissenschaftlers.

Christoph M. Schmidt, 1962 im australischen Canberra geboren, schloss 1987 an der Universität Mannheim sein Studium als Diplom-Volkswirt ab. Er promovierte 1991 an der Princeton University mit einer empirischen Analyse des deutschen Arbeitsmarktes und habilitierte sich 1995 an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einer Arbeit über den Arbeitsmarkterfolg von Zuwanderern auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Von 1995 bis 2002 war Christoph M. Schmidt Ordinarius für Ökonometrie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Seit 2002 ist er Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und Professor für Wirtschaftspolitik und angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum.
 
Das breite Spektrum der wirtschaftspolitischen Themen von Christoph M. Schmidt ist das Ergebnis seiner ausgezeichneten wissenschaftlichen Forschung, die sowohl in Qualität als auch in Quantität weit über das übliche Maß hinausgeht. Er forscht im Bereich der Arbeits- und Umweltökonomik sowie angewandten Ökonometrie. Daneben hat er vielbeachtete Beiträge zur Gesundheitsökonomik und zur internationalen Wirtschaft und dem Welthandel verfasst. Im März 2009 wurde Christoph M. Schmidt durch den Bundespräsidenten in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dessen Vorsitzender er seit 2013 ist, berufen. Aus unabhängiger Expertensicht hat er sich in besonderer Weise für eine evidenzbasierte Wirtschaftspolitik eingesetzt. Er vermittelt mit großem Engagement die klare Überzeugung, dass wissenschaftlich überprüfbare und kausal identifizierte Zusammenhänge Grundlage politischer Entscheidungen, aber auch der öffentlichen Diskussion sein müssen.
In seiner Laudatio würdigte Professor Dr. Stephan L. Thomsen dieses zentrale Kennzeichen der Arbeit und die Standfestigkeit des Geehrten in den grundsätzlichen methodischen Überzeugungen: „Damit geben Sie hervorragend Beispiel, dass wissenschaftliche Politikberatung keine Sache von Empfindungen ist, sondern auf Grundlage wissenschaftlicher Fakten erfolgen muss. Eigene Wertungen müssen sich diesen unterordnen.“ 

Prof. Christoph M. Schmidt begeisterte die Gäste, darunter auch zahlreiche Freunde und Weggefährten, mit einem fulminanten Festvortrag, von dem auch ein emotionaler Moment in Erinnerung bleibt. An seine Ehefrau und seinen Sohn gewandt, bekannte er: „Ich bin ein glücklicher Mensch.“Weitere Informationen: 
https://www.wiwi.uni-hannover.de/de/news-veranstaltungen/themenbuehne/ehrenpromotion/

Der Vorstand der Wolfgang Schultze Stiftung gratuliert Professor Dr. Christoph M. Schmidt
Preisverleihung 2018
24.09.2018

Im Jahr 2016 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ca. 250.000 Asylanträge von geflüchteten Syrern entgegengenommen. Für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge in unsere Gesellschaft ist unter anderem deren Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit essentiell. Dabei kommt der Gründung neuer Unternehmen durch Geflüchtete eine hohe Bedeutung zu, da viele Syrer bereits in ihrem Heimatland als Unternehmer tätig waren.

Marit Grewe-Salfeld, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Unternehmensführung und Organisation der Leibniz Universität Hannover, hat sich in ihrer Masterarbeit „Determinants of Syrian Refugee Entrepreneurship in Germany“ der Frage angenommen, welche Faktoren die Unternehmensgründung von syrischen Geflüchteten positiv und negativ beeinflussen.

Die Analyse von elf selbst geführten Interviews zeigt, dass seitens der syrischen Flüchtlinge eine hohe intrinsische Motivation besteht, sich sowohl in die deutsche Gesellschaft als auch in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Es wird aber auch deutlich, dass die Motivation zu gründen häufig durch institutionelle und gesellschaftliche Barrieren gehemmt wird.

Die Masterarbeit deckt diese Paradoxie auf und erörtert Möglichkeiten, wie syrische Kleinunternehmer ihre derzeitigen Tätigkeiten in den formellen Sektor übertragen könnten, um zu tolerierten und wertgeschätzten Mitgliedern unserer Gesellschaft zu werden.

Die Kuratoren würdigten eine wissenschaftliche Arbeit, die auch einen Beitrag dazu leistet, Vorurteile in Deutschland gegenüber Geflüchteten abzubauen und einen Dialog zwischen den unterschiedlichen Kulturen anzuregen.

Marit Grewe-Salfeld die Trägerin des Ehrenpreises 2018 gemeinsam mit Dr. Wolfgang und Ursula Schultze
Preisverleihung 2016
03.06.2016

280 Gäste waren bei der diesjährigen Absolventenfeier der Studiengänge Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsingenieur zugegen. "Vergessen Sie die Liebe nicht" gab der Festredner, Prof. Dr. Johann-Matthias Graf von der Schulenburg den 60 Masterabsolventen mit auf den Weg.Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden zwei Preisträgerinnen des Wolfgang Schultze Preises ausgezeichnet: Denise Biswanger und Julia Hauchstein. Der Kuratoriumsvorsitzende der "Wolfgang Schultze Stiftung Soziale Verantwortung in der Marktwirtschaft" und frühere Personalvorstand der TUI AG, Dr. Peter Engelen, ehrte die Absolventinnen der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften für herausragende akademische Leistungen. In ihren Abschlussarbeiten beschäftigen sie sich mit der sozialen Verantwortung von Unternehmen und insbesondere deren Führungskräften. 

Dr. Peter Engelen, Denise Biswanger, Julia Hauchstein (v. l. n. r.), Foto Raimund Kammler

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